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Ein Maß für die Fluglärmbelastung

Die Überlegungen zu einem Lärmindex haben ihren Ursprung im Regionalen Dialogforum. Im Jahr 2005 wurde die Erarbeitung eines geeigneten Index aufgenommen und ein wichtiger Grundstein durch die Beauftragung zur Erstellung des Gutachtens „Belästigung durch Fluglärm im Umfeld des Frankfurter Flughafens“ von Schreckenberg und Meis (2006) (Kurzfassung) gelegt. Das RDF entwickelte im Folgenden einen Frankfurter Index für 24 Stunden und einen zusätzlichen Nachtindex.

Aufgrund kritischer Stimmen wurde gegen Ende des RDF eine wissenschaftliche Bewertung der beiden Indizes in Auftrag gegeben („Wissenschaftliche Bewertung der im Rahmen des Ausbauverfahrens Frankfurter Flughafen entwickelten Vorschläge für einen oder mehrere Fluglärmindices für das Regionale Dialogforum“ von Basner, Schreckenberg, Thomann (2008)). Die Gutachter bestätigten die Eignung der Indizes im Grundsatz, plädierten aber für eine getrennte Ausweisung eines Tag- und Nachtindexes. Die Einführung eines Lärmindexes wurde schließlich im Anti-Lärm-Pakt (2007), der in der Endphase des RDF formuliert wurde, gefordert und die bisherigen Überlegungen zum Frankfurter Fluglärm Index beschrieben.

In einer gemeinsamen Erklärung der Landesregierung, des RDF und der Luftfahrtseite vom 12.12.2007 befürworteten dann alle Unterzeichner ein „Monitoring der Wirkung der Maßnahmen [des aktiven Schallschutzes] z.B. in Form eines geeigneten Fluglärmindexes.“

Durch den Anti-Lärm-Pakt und die Gemeinsame Erklärung aus dem Jahr 2007 wurde das FFR damit beauftragt, den Lärmindex im Detail weiter auszuarbeiten und zur Anwendung zu bringen.

Im FFR wurde der Index im Expertengremium Aktiver Schallschutz innerhalb der Arbeitsgruppe „Index“ weiterentwickelt und durch den Koordinierungsrat am 06.11.2009 verabschiedet.